Japan verschiebt Wiederinbetriebnahme des größten Kernkraftwerks der Welt
London, 23. Januar (Hibya) – Das Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa stoppte den Betrieb wegen eines Alarms während des Anfahrens; es ist unklar, wann das Problem behoben wird.
Wie The Guardian berichtet, hat Japan das größte Kernkraftwerk der Welt, Kashiwazaki-Kariwa, nur einen Tag nach der Wiederinbetriebnahme erneut gestoppt. Der Betreiber Tokyo Electric Power Company (Tepco) erklärte, die Abläufe seien nach einem Alarm des Überwachungssystems während des Anfahrens ausgesetzt worden.
Die Anlage in der Präfektur Niigata war nach der Fukushima-Katastrophe 2011 stillgelegt worden. Die Wiederanlaufarbeiten begannen am Mittwoch, nachdem die endgültige Genehmigung der Nuklearaufsicht erteilt worden war.
Anlagenleiter Takeyuki Inagaki sagte auf einer Pressekonferenz, das Problem werde nicht innerhalb von ein oder zwei Tagen gelöst werden können und der Zeitrahmen sei derzeit unklar. Sprecher Takashi Kobayashi erklärte gegenüber AFP, nachdem klar geworden sei, dass es Zeit brauche, seien die Steuerstäbe planmäßig wieder eingesetzt worden; der Reaktor sei stabil und es gebe keine radioaktiven Auswirkungen auf die Umwelt.
Kashiwazaki-Kariwa gilt hinsichtlich der potenziellen Kapazität als das größte Kernkraftwerk der Welt. Allerdings wurde bislang nur einer der sieben Reaktoren wieder in Betrieb genommen. Die Anlage war nach dem schweren Erdbeben und Tsunami im Jahr 2011 außer Betrieb genommen worden, als Japan beschloss, die Kernenergie zu stoppen.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell