Lazzarini: Der Einsatz von Lebensmitteln und Hilfen als Waffe verbreitet Verzweiflung
New York, 3. April (Hibya) – Der UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini erklärte, dass in Gaza der Einsatz von Nahrungsmitteln und humanitärer Hilfe als Waffe zu Hunger und Verzweiflung führt.
Lazzarini sagte, dass der Missbrauch von Nahrungsmitteln und Hilfen als Druckmittel Hunger und Hoffnungslosigkeit in Gaza verstärkt.
„Seit über einem Monat herrscht eine vollständige Abriegelung. Die israelischen Behörden blockieren weiterhin die Einfuhr von lebensnotwendigen Gütern (Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff) – kollektive Bestrafung. Die Menschen verhungern, Chaos und Plünderungen sind zurückgekehrt.“
Lazzarini berichtete, dass gestern ein Mann in einem UNRWA-Verteilzentrum in die Luft geschossen habe, woraufhin sich Tausende versammelten; das Zentrum und umliegende Gebäude wurden geplündert und beschädigt.
„Das ist kein Einzelfall“, so Lazzarini. „Die strenge Belagerung führt zum Zusammenbruch der zivilen Ordnung. Die Menschen sind erschöpft und in einem kleinen Gebiet eingesperrt. Die Hilfe muss zugelassen und die Blockade aufgehoben werden.“
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell