Mindestens 21 Tote nach Entgleisung zweier Züge im Süden Spaniens
Madrid, 19. Januar (Hibya) – Nach Angaben der Notfallagentur Andalusiens kamen am Sonntag mindestens 21 Menschen ums Leben, als in der Gemeinde Adamuz nahe Córdoba im Süden Spaniens zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleisten.
Der Gesundheitsminister der Regionalregierung Andalusiens, Antonio Sanz, erklärte gegenüber lokalen Medien, die Lage sei komplex und die Zahl der Todesopfer könnte höher sein. Zudem seien mindestens 73 Menschen verletzt und in sechs verschiedenen Gesundheitseinrichtungen behandelt worden.
Der Unfall ereignete sich, als ein Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke von Málaga nach Madrid am Eingang von Adamuz entgleiste und auf das benachbarte Gleis geriet. Auf diesem Gleis befand sich ein weiterer Zug auf der Strecke von Madrid nach Huelva. Die Eisenbahninfrastrukturverwaltung (Adif), der öffentliche Betreiber des Schienennetzes, teilte mit, dass dadurch auch der zweite Zug entgleiste.
Nach Angaben des Betreibers handelte es sich bei dem ersten entgleisten Zug um den Iryo-Zug Nummer 6189, der rund 300 Passagiere beförderte.
Iryo äußerte sein Bedauern über den Vorfall und teilte mit, dass Notfallprotokolle aktiviert worden seien und man gemeinsam mit den Behörden daran arbeite, die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Laut Adif wurden die Hochgeschwindigkeitszugverbindungen zwischen Madrid und Andalusien ausgesetzt, und Züge auf der Strecke Sevilla–Madrid werden zu ihren Abfahrtsorten zurückgeleitet.
Das Personal des Eisenbahnbetreibers arbeitet vor Ort in Abstimmung mit den Rettungsdiensten und den Eisenbahnunternehmen.
Der kommerzielle Verkehr zwischen Madrid, Toledo, Ciudad Real und Puertollano läuft normal weiter.
Die Regionalregierung Andalusiens gab in den sozialen Medien bekannt, dass sie aufgrund des Zugunglücks die Notfallstufe des Zivilschutzplans aktiviert hat.
Die spanische Staatsbahn Renfe erklärte, dass Rettungsdienste zur Unterstützung der Fahrgäste eingesetzt wurden. Zudem wurden psychologische Betreuungsteams und Informationsstellen für die Opfer und ihre Familien eingerichtet.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell