Palladium steigt wieder über 1.800 Dollar
Istanbul, 9. Februar (Hibya) – Palladium kletterte wieder über 1.800 Dollar je Unze, nachdem Investoren das Metall nach den jüngsten Rückgängen kauften. Am Freitag waren die Preise auf 1.573 Dollar gefallen, den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat.
Diese Erholung folgte auf Gewinnmitnahmen nach der Rally der vergangenen Woche, die die Preise auf ein Drei-Jahres-Hoch von 2.200 Dollar getrieben hatte. Auch die Nominierung von Kevin Warsh, der im Vergleich zu anderen Kandidaten als restriktiver gilt, durch US-Präsident Donald Trump zum neuen Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed) beschleunigte die Erholung.
Auf der Angebotsseite nahmen die kurzfristigen Sorgen aufgrund der Überprüfung des Handelsabkommens zwischen Kanada, den USA und Mexiko sowie der anhaltenden Drohungen mit 50-prozentigen Zöllen zu, da Kanada ein wichtiger globaler Lieferant von Palladium ist.
Platin-Futures gaben unterdessen nach der jüngsten Erholung nach und fielen unter 2.100 Dollar je Unze. Sie folgten damit der allgemeinen Verkaufswelle bei Edelmetallen im Zuge eines stärkeren US-Dollars.
Geopolitische Spannungen bleiben ebenfalls im Fokus, nachdem die USA und der Iran eine neue Verhandlungsrunde planen. Zudem signalisierten die hohen Preise eine Abschwächung der kurzfristigen Nachfrage aufgrund des Risikos geringerer Käufe von Autokatalysatoren und einer Verlagerung hin zu Palladium.
Gleichzeitig wird die Abwärtsbewegung teilweise durch enge Angebotsfundamentaldaten begrenzt: Die Platinmärkte stehen strukturell vor Angebotsdefiziten, während die südafrikanische Produktion, die rund 70% der weltweiten Förderung ausmacht, durch chronischen Investitionsmangel und operative Störungen eingeschränkt ist.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell