Spannungen im Nahen Osten beeinflussen asiatische Märkte
An den asiatischen Börsen zeigte sich am ersten Handelstag der Woche überwiegend eine negative Entwicklung. Es wurde berichtet, dass Anleger aufgrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sowie der Sorgen über Energiepreise und Inflation vorsichtig agierten.
Laut CCTV schloss der Hang Seng Index in Hongkong mit einem Minus von 1,11 Prozent bei 25.675,18 Punkten. Der Hang Seng China Enterprises Index fiel um 1,07 Prozent auf 8.597,97 Punkte, während der Hang Seng Tech Index um 1,95 Prozent auf 4.844,94 Punkte sank.
Der Marktanalyst Timothy Pope sagte im Gespräch mit dem China Global Television Network, dass Anleger wegen der Entwicklungen im Nahen Osten vorsichtig blieben. Pope erklärte, dass trotz Kursgewinnen bei Energieaktien die meisten Sektoren Verluste verzeichneten.
An den Hongkonger Märkten verloren insbesondere chinesische Elektrofahrzeughersteller an Wert. Die Aktien von Li Auto fielen um mehr als 14 Prozent, nachdem das Unternehmen sein neues SUV-Modell vorgestellt hatte. Analysten bewerteten das neue Modell als enttäuschend im Hinblick auf die Markterwartungen. Im Tagesverlauf verzeichneten auch die Aktien von BYD, Geely, Xpeng und Leapmotor Rückgänge.
In Japan schloss der Nikkei 225 Index mit einem Minus von 0,97 Prozent bei 60.815,95 Punkten und verzeichnete damit den dritten Handelstag in Folge Verluste.
Timothy Pope erklärte, dass das Vertrauen der Anleger in Japan aufgrund der Erwartungen steigender Zinssätze und höherer Anleiherenditen unter Druck stehe. Die Renditen japanischer 10-jähriger Staatsanleihen erreichten Berichten zufolge den höchsten Stand seit 1996.
Analysten betonen, dass die Spannungen im Nahen Osten die Sorgen an den globalen Märkten hinsichtlich Inflation und Energiekosten weiter verstärken.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell