US-Aktienfutures fielen am Sonntagabend
Istanbul, 2. Februar (Hibya) - Zum Start eines neuen Handelsmonats an der Wall Street gaben die Aktienfutures am Sonntagabend nach, während Anleger nach den Verkäufen am Wochenende den Bitcoin genau beobachteten.
Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average verloren 143 Punkte oder 0,3%. Die S&P-500-Futures fielen um 0,6%, während die Nasdaq-100-Futures nahezu 1% einbüßten.
Bitcoin fiel erstmals seit April unter die Marke von 80.000 US-Dollar. Dies wurde als Zeichen gewertet, dass Anleger nach den starken Rückgängen bei Gold und Silber am Freitag weitere Risiken meiden. Silber, das in den vergangenen zwölf Monaten mehr als doppelt so viel wert geworden war, brach am Freitag um rund 30% ein – der schlechteste Tageswert seit 1980. Gold verlor ebenfalls etwa 9%. Bitcoin wurde zuletzt bei rund 76.000 US-Dollar gehandelt.
Die Aufmerksamkeit der Wall Street richtete sich auf Nvidia, nachdem Fragen zur Künstlichen Intelligenz aufgekommen waren. Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Nvidias Pläne, 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, ins Stocken geraten seien und Führungskräfte des Chipherstellers Zweifel an dem Deal geäußert hätten.
Mehr als 100 Unternehmen aus dem S&P 500, darunter Amazon, Alphabet und Disney, werden diese Woche ihre Geschäftszahlen vorlegen. Die Berichtssaison verläuft bislang insgesamt stark, allerdings kam es nach der Veröffentlichung der Ergebnisse einiger prominenter Unternehmen, darunter Microsoft, zu Verkäufen.
Dennoch erwarten Strategen der Deutschen Bank, dass das Gewinnwachstum das stärkste seit vier Jahren sein wird. Die Wall Street wartet zudem auf den US-Arbeitsmarktbericht für Januar, der am Freitagmorgen veröffentlicht wird. Von Dow Jones befragte Ökonomen gehen davon aus, dass im vergangenen Monat 55.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.
Die Aktien erholen sich nach einer verlustreichen Sitzung, nachdem die wichtigsten Indizes infolge der Nominierung von Kevin Warsh durch US-Präsident Donald Trump für den Vorsitz der US-Notenbank gefallen waren. Sollte er bestätigt werden, wird Warsh im Laufe dieses Jahres Fed-Chef Jerome Powell ablösen.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell