25 Staaten fordern Schutz von Journalisten im Nahen Osten
Brüssel, 28. Juli (Hibya) - Fünfundzwanzig Mitglieder der Media Freedom Coalition haben dazu aufgerufen, die Sicherheit der im Nahen Osten tätigen Journalisten zu gewährleisten, den Zugang zu Informationen zu schützen und Angriffe auf Journalisten zu untersuchen.
Fünfundzwanzig Mitglieder der Media Freedom Coalition veröffentlichten angesichts der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten eine gemeinsame Erklärung zur Sicherheit von Journalisten und zum Zugang zu Informationen.
Laut der vom belgischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung ist unabhängiger Journalismus während Konflikten von entscheidender Bedeutung, da er betroffene Gemeinschaften mit korrekten und zeitnahen Informationen versorgt. Journalisten und Medienmitarbeiter spielten eine unverzichtbare Rolle dabei, der Welt über die Entwicklungen in Konfliktgebieten zu berichten.
In der gemeinsamen Erklärung wurde Besorgnis über Todesfälle, Festnahmen und Inhaftierungen von Journalisten in der Region geäußert. Es wurde darauf hingewiesen, dass seit dem 7. Oktober 2023 zahlreiche Journalisten und Medienmitarbeiter während der Konflikte im Gazastreifen und im Libanon ums Leben gekommen seien und der Zugang von Journalisten zu Konfliktgebieten zunehmend eingeschränkt werde.
In der Erklärung wurde behauptet, die israelische Regierung verhindere seit mehr als zwei Jahren die unabhängige Einreise von Journalisten in den Gazastreifen, während die Hamas die freie Berichterstattung von Journalisten durch Gewalt und Druck einschränke. Zudem wurde auf den Druck auf Journalisten im Iran sowie auf Unterbrechungen des Internetzugangs hingewiesen.
Die Mitglieder der Koalition verurteilten jede Form von Gewalt gegen Journalisten, Medieninfrastruktur, Presseeinrichtungen und Medienfahrzeuge und riefen zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts sowie zum Schutz von Journalisten gemeinsam mit der Zivilbevölkerung auf.
In der Erklärung wurde außerdem betont, dass alle Angriffe auf Journalisten im Rahmen des nationalen und internationalen Rechts untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssten.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell