Baghaei: Die Regelung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus sollte zwischen Iran und Oman festgelegt werden
Teheran, 12. Juli (Hibya) - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte, dass künftige Regelungen für den Transit- und Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ausschließlich durch bilaterale Konsultationen zwischen Iran und Oman festgelegt werden sollten.
Laut CCTV erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, dass künftige Regelungen für den Transit- und Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ausschließlich durch bilaterale Konsultationen zwischen Iran und Oman festgelegt werden sollten.
Die Erklärung erfolgte nach einem Treffen des iranischen Außenministers Seyyed Abbas Araghchi mit Omans Außenminister Sayyid Badr Albusaidi in Maskat.
Baghaei sagte, dass bei den Gesprächen der Koordinierungsmechanismus für die Schifffahrt und das Transitmanagement in der Straße von Hormus erörtert worden sei. An dem Treffen nahmen rechtliche und technische Delegationen beider Länder teil; zudem beteiligte sich eine Regierungsdelegation aus Katar an Teilen der Gespräche.
Nach seinen Angaben wurden außerdem die maritime Sicherheit, die Achtung der Souveränitätsrechte beider Staaten, die Anwendung des Völkerrechts sowie Artikel 5 des „Islamabad Memorandum of Understanding“ behandelt. Er bekräftigte Irans Position, dass der künftige Rahmen für das Verkehrsmanagement ausschließlich durch Konsultationen zwischen Iran und Oman gestaltet werden müsse.
Die iranische Seite vertrat außerdem die Auffassung, dass die neuen Regelungen auch die Auswirkungen der militärischen Operationen der USA und Israels gegen Iran in den vergangenen Monaten auf die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus berücksichtigen sollten.
Baghaei erklärte, die Parteien hätten sich darauf verständigt, die politischen, rechtlichen und technischen Konsultationen fortzusetzen, um ein gemeinsames Verständnis über die Sicherheit der Schifffahrt in der Meerenge zu entwickeln.
Unterdessen erklärte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf in den sozialen Medien, dass „die Ära einseitiger Vereinbarungen beendet ist“. Er erinnerte daran, dass die beteiligten Parteien zuvor aufgefordert worden seien, ihren Verpflichtungen nachzukommen, und nun „der Realität ins Auge sehen müssten“.
Ghalibaf verwies außerdem auf Artikel 5 des zuvor unterzeichneten 14-Punkte-Memorandums und erklärte, dass der Transit durch die Straße von Hormus gemäß den von Iran festzulegenden Regelungen erfolgen werde.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell