Baqaei: Ist das die internationale Ordnung des 21. Jahrhunderts oder der Wilde Westen?
Teheran, 11. August (Hibya) – Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, äußerte sich vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Gazastreifen zur internationalen Rechtsordnung und erklärte, dass Entscheidungen internationaler Gerichte nicht durch Beiträge in sozialen Medien außer Kraft gesetzt werden könnten.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, nahm im Zusammenhang mit den Entwicklungen im Gazastreifen eine Bewertung der internationalen Rechtsordnung vor.
Baqaei kritisierte die bestehende internationale Ordnung und sagte: „Ist das die internationale Ordnung des 21. Jahrhunderts oder der Wilde Westen, wo eine Person, die sich selbst zum Sheriff erklärt, in sozialen Medien einen ‚Gesucht‘-Aufruf veröffentlichen und jederzeit als Richter, Jury und Vollstreckungsinstanz auftreten kann?“ Baqaei erklärte, dass ein zuständiges internationales Gericht die im Gazastreifen begangenen Verbrechen untersuche und Haftbefehle gegen israelische Personen erlassen habe. Ein einzelner Beitrag in sozialen Medien könne weder das Recht ändern noch ein faires Gerichtsverfahren außer Kraft setzen oder Entscheidungen internationaler Gerichte aufheben.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell