Fletcher: Humanitäre Helfer dürfen nicht zum Ziel werden
New York, 4. August (Hibya) – Der Leiter des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), Tom Fletcher, gedachte der 17 humanitären Helfer, die vor 20 Jahren in Muttur in Sri Lanka getötet wurden, und erklärte, Angriffe auf Hilfskräfte müssten untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Der humanitäre Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Tom Fletcher, rief in einer Erklärung zum Jahrestag der Angriffe von Muttur zum Schutz humanitärer Helfer auf.
„Muttur ist nicht nur eine Tragödie der Vergangenheit, sondern auch eine Warnung für die Gegenwart“, sagte Fletcher und betonte, dass jeder Angriff auf humanitäre Helfer untersucht und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden müssten.
In einer Erklärung der Vereinten Nationen wurde daran erinnert, dass vor 20 Jahren in Muttur in Sri Lanka 17 Mitarbeiter der Organisation Action Against Hunger getötet wurden, die nach den Kämpfen und dem verheerenden Tsunami Hilfe für die örtliche Bevölkerung leisteten.
Es wurde darauf hingewiesen, dass trotz der vergangenen Zeit viele Fragen weiterhin unbeantwortet seien und die Familien der Opfer nach wie vor Gerechtigkeit forderten.
Fletcher erklärte, dass in den vergangenen drei Jahren mehr als 1.000 humanitäre Helfer ums Leben gekommen seien, die meisten von ihnen lokale und nationale Mitarbeiter, die ihren eigenen Gemeinschaften dienten.
Fletcher betonte, dass die Tötung humanitärer Helfer nicht nur die Hilfsmaßnahmen, sondern auch die Hoffnungen bedürftiger Gemeinschaften beeinträchtige, und sagte: „Humanitäre Helfer dürfen nicht zum Ziel werden, sie müssen geschützt werden.“
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell