Huthi-Angriffe bringen den Hafen von Mocha nahezu zum Stillstand: 7 Tote, 16 Millionen Dollar Schaden
Amman, 16. August (Hibya) - Der Hafen von Mocha nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab im Jemen hat wegen wiederholter Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi seine Handels- und Schifffahrtsaktivitäten eingestellt.
Laut CCTV hat der Hafen von Mocha nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab im Jemen wegen wiederholter Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi seine Handels- und Schifffahrtsaktivitäten eingestellt.
Regierungs- und Hafenvertreter erklärten, bei den Angriffen seien 7 Menschen getötet worden, während sich die direkten wirtschaftlichen Verluste auf rund 16 Millionen US-Dollar beliefen.
Der Hafen von Mocha in der Provinz Taiz im Südwesten des Jemen ist ein wichtiger Zugangspunkt für Handelswaren und lebenswichtige Lieferungen in die von der Regierung kontrollierten Gebiete.
Hafendirektor Abdulmalik al-Sharhabi erklärte, bei den Angriffen in der vergangenen Woche seien 4 Angehörige der Hafensicherheitskräfte und 3 Hafenmitarbeiter getötet worden. Anlagen und Ausrüstung seien schwer beschädigt worden.
Al-Sharhabi erklärte, die Angriffe hätten verschiedene Bereiche des Hafens sowie Lagerhäuser und Wartungswerkstätten getroffen. Er sagte: „Bei dem Angriff wurde jede wirtschaftliche Einrichtung im Hafenkomplex ins Visier genommen.“
Berichten zufolge wurden bei den Angriffen auch 6 Holzschiffe, die für die Erweiterung des Hafens eingesetzt wurden, sowie ein Baggerschiff beschädigt. Durch die Aussetzung des Fracht- und Handelsbetriebs verloren rund 1.300 Arbeiter ihre Einkommensquelle.
Die Angriffe beeinträchtigten neben den Handelsaktivitäten im Hafen auch die Händler erheblich. Mohammed al-Ghanami, Vorsitzender der Händlervereinigung von Mocha, erklärte, dass auch im Hafen vor Anker liegende Handelsschiffe beschädigt worden seien.
Die regierungsnahen Nationalen Widerstandskräfte des Jemen erklärten, die Huthi hätten zwischen dem 9. und 14. August bei Angriffen auf den Hafen von Mocha und dessen Umgebung 40 ballistische Raketen und 46 Drohnen eingesetzt. In der Erklärung hieß es zudem, dass auch mit Sprengstoff beladene Boote eingesetzt worden seien.
Die Huthi behaupteten hingegen, ihre Operationen in der Region Mocha hätten militärische Truppenansammlungen und Waffenlager der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierungstruppen zum Ziel gehabt.
Die jemenitische Regierung wies diese Behauptung zurück und betonte, dass der Hafen von Mocha eine zivile und kommerzielle Einrichtung sei.
Die Angriffe auf den Hafen von Mocha haben die Sorgen vor einer möglichen Wiederaufnahme großflächiger Kämpfe im Jemen verstärkt.
Die von den Vereinten Nationen vermittelte Waffenruhe war im Oktober 2022 ausgelaufen. Bis zu den jüngsten Angriffen hatte sich jedoch weitgehend eine fragile De-facto-Waffenruhe im Land gehalten.
Die jüngsten Entwicklungen haben die Befürchtungen verstärkt, dass der Konflikt im Jemen erneut eskalieren könnte.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell