Iran sendet Verhandlungsbotschaft an die USA: Keine Gespräche vor Ende der Verstöße
Teheran, 10. August (Hibya) - Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wies Behauptungen über direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten (USA) zurück und erklärte, dass offizielle Gespräche nicht beginnen könnten, solange Washington nicht aufhöre, gegen die Bedingungen des im Juni unterzeichneten Übergangsabkommens zu verstoßen.
Nach Angaben von CCTV wies der iranische Außenminister Abbas Araghchi Behauptungen über direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten (USA) zurück und erklärte, dass offizielle Gespräche nicht beginnen könnten, solange Washington nicht aufhöre, gegen die Bedingungen des im Juni unterzeichneten Übergangsabkommens zu verstoßen.
Araghchi sagte vor Journalisten in Teheran, dass zwischen den beiden Ländern lediglich über Vermittler Botschaften ausgetauscht würden, und betonte, dass dies nicht als "Verhandlungen" bezeichnet werden könne.
Der iranische Minister erklärte, dass die Grundlage für Verhandlungen geschaffen werden könne, wenn die USA ihre Verstöße gegen das Abkommen beendeten.
Iran verlangt von Washington die Erfüllung einer Reihe von Bedingungen für die vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus, die für die globale Energieversorgung und den Welthandel von entscheidender Bedeutung ist.
Die Regierung in Teheran fordert eine Entschädigung für Kriegsschäden, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und ein Ende der Angriffe auf Iran und seine Verbündeten in der Region.
Araghchi bestätigte außerdem, dass Iran und Oman kurz vor einer Einigung über neue Routen zur Regelung des Schiffsverkehrs in der Meerenge stünden. Teheran bekräftigte jedoch, dass die Meerenge nicht vollständig geöffnet werde, solange die USA ihre Haltung nicht änderten.
US-Präsident Donald Trump signalisierte unterdessen seine Bereitschaft, den wirtschaftlichen Druck auf Iran zu erhöhen, anstatt einen weiteren militärischen Angriff zu starten. Washington argumentiert, dass die früheren Angriffe darauf abzielten, iranische Eingriffe in den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu verhindern.
Nach Einschätzungen, die sich auf US-Beamte berufen, erwägt Trump Berichten zufolge, im Konflikt einen "Sieg" zu verkünden, falls die Straße von Hormus wieder geöffnet wird.
Die zunehmenden Forderungen Irans erschweren es Washington jedoch, den Prozess ohne ein Atomabkommen abzuschließen und einen Sieg zu verkünden.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell