Meloni: Italiens Wirtschaft ist in guter Verfassung, wir werden die Steuerlast der Mittelschicht senken
Rom, 14. August (Hibya) - Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, dass die von der Regierung gewährleistete politische Stabilität zur finanziellen Stabilität des Landes beigetragen habe und die Wirtschaftsdaten für die ersten beiden Quartale 2026 positiv seien. Meloni sagte, man wolle die Steuerlast der Mittelschicht weiter senken.
Italiens Ministerpräsidentin Meloni äußerte sich in einem Interview mit der Zeitung Milano Finanza zur Wirtschaft des Landes und zur Steuerpolitik der Regierung.
Meloni erklärte, dass die von der Regierung gewährleistete politische Stabilität Italien ermöglicht habe, eine der schwierigsten Wirtschaftsphasen der vergangenen Jahre mit größerer Sicherheit zu bewältigen. Als die Regierung ihr Amt angetreten habe, habe Italien das Risiko gedroht, dass die Bonität seiner Staatsanleihen auf „Ramsch“-Niveau herabgestuft werde, während die Risikoprämie des Landes bei 240 Basispunkten gelegen habe.
Meloni erklärte, dass sich das derzeitige wirtschaftliche Bild davon unterscheide, und betonte die Widerstandsfähigkeit der italienischen Wirtschaft. Die Daten für die ersten beiden Quartale 2026 seien ermutigend. Im Zeitraum April bis Juni 2026 sei die Wirtschaft gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um 1 Prozent gewachsen, während die realisierte Wachstumsrate für 2026 bei 0,8 Prozent liege.
Mit Blick auf die Steuerpolitik sagte Meloni, dass nach dem Amtsantritt der Regierung die Unterstützung der Kaufkraft von Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen Priorität gehabt habe.
In diesem Zusammenhang seien Steuer- und Beitragsregelungen zur Senkung der Arbeitgeberkosten dauerhaft gemacht worden, während die Einkommensgrenze für Beschäftigte, die von der Maßnahme profitieren, auf 40.000 Euro angehoben worden sei.
Meloni erklärte, dass auch bei der Einkommensteuer Änderungen vorgenommen worden seien: Die ersten beiden Steuerstufen seien zusammengelegt und der zweite Steuersatz für Einkommen zwischen 28.000 und 50.000 Euro um 2 Prozentpunkte gesenkt worden.
Meloni sagte, dass die von der Regierung umgesetzten Steuersenkungen den italienischen Bürgern jährlich insgesamt 21 Milliarden Euro zugutekämen. Zu den Unterstützungsmaßnahmen für die Mittelschicht gehörten zudem steuerliche Vorteile bei Zusatzleistungen, die Senkung des Steuersatzes auf Produktivitätsprämien von 10 auf 1 Prozent sowie die Anhebung der Zugangsgrenze zum Pauschalsteuersystem auf 85.000 Euro.
Meloni erklärte, dass die Mittelschicht einen wichtigen Teil der italienischen Wirtschaft trage und dass man die Steuerlast dieser Bevölkerungsgruppe weiter verringern wolle.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell