Pakistan griff die afghanischen Städte Kabul und Kandahar an
Istanbul, 27. Februar (Hibya) – Laut pakistanischen Regierungsvertretern führte Pakistan am frühen Freitag Angriffe auf die afghanischen Städte Kabul und Kandahar durch.
Laut einem Bericht der BBC erklärte der Sprecher der afghanischen Taliban in einem Beitrag auf X, dass sie mit neuen Angriffen gegen pakistanische Soldaten entlang der gemeinsamen Grenze reagiert hätten, der Beitrag wurde jedoch später gelöscht.
Pakistanische Beamte sagten, ihre „Gegenangriffe“ auf afghanische Städte seien eine Reaktion auf „unprovozierte Angriffe Afghanistans“ gewesen, während die afghanischen Taliban erklärten, die Angriffe seien eine Antwort auf frühere Attacken Pakistans.
Die beiden Länder unterzeichneten im Oktober nach tödlichen grenzüberschreitenden Zusammenstößen ein Waffenstillstandsabkommen, doch in den letzten Tagen sind die Kämpfe erneut aufgeflammt.
Beide Seiten behaupten, sich in den jüngsten Gefechten schwere Verluste zugefügt zu haben. Bewohner der pakistanischen Grenzregionen berichteten der BBC, sie hätten Explosionen gehört und seien aufgefordert worden, sichere Orte aufzusuchen.
Pakistan hatte zuvor mitgeteilt, dass zwei seiner Soldaten getötet wurden, nachdem die afghanischen Taliban spät am Donnerstag eine Operation gegen militärische Stellungen entlang der gemeinsamen Grenze durchgeführt hatten.
Die afghanischen Taliban erklärten, sie hätten als Reaktion auf Angriffe, bei denen nach ihren Angaben in dieser Woche mindestens 18 Menschen getötet wurden, eine „groß angelegte“ Operation gestartet. Pakistan gab an, Lager und Verstecke von Militanten angegriffen zu haben.
Der militärische Sprecher der Taliban, Mawlawi Wahidullah Mohammadi, sagte, die „Vergeltungsoperation“ habe am Donnerstag gegen 20:00 Uhr Ortszeit (15:30 GMT) begonnen.
Der Hauptsprecher der Gruppe, Zabihullah Mujahid, erklärte, dass „zahlreiche“ pakistanische Soldaten getötet und andere gefangen genommen worden seien.
Diese Behauptung wurde vom Sprecher des pakistanischen Premierministers zurückgewiesen, der auch Mujahids Aussage über die Einnahme von 15 Militärposten bestritt.
Der Sprecher von Premierminister Shehbaz Sharif, Mosharraf Zaidi, wies Berichte über Schäden auf pakistanischer Seite zurück und sagte, auf alle Angriffe werde „unverzüglich und wirksam“ reagiert.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell