Palästinensisches Außenministerium fordert internationale Intervention nach Angriff auf das Dorf Tel
Ramallah, 24. Juli (Hibya) - Das palästinensische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Expatriierte verurteilte den nach eigenen Angaben von Siedlern und israelischen Streitkräften verübten Angriff auf das Dorf Tel westlich von Nablus und rief die internationale Gemeinschaft zu dringenden Maßnahmen gegen die Siedlergewalt sowie zur Rechenschaft der Verantwortlichen auf.
Das palästinensische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Expatriierte veröffentlichte eine Erklärung, in der es den nach eigenen Angaben von Siedlern gemeinsam mit israelischen Streitkräften verübten Angriff auf das Dorf Tel westlich von Nablus aufs Schärfste verurteilte.
Nach Angaben des Ministeriums kamen bei dem Angriff mindestens fünf Palästinenser ums Leben, zahlreiche weitere, darunter Geschwister, wurden verletzt. Demnach ereignete sich der Vorfall, nachdem Siedler das Dorf gestürmt und das Feuer auf Zivilisten eröffnet hatten. Zudem wurde erklärt, dass bereits am Vortag zwei Palästinenser in Beit Furik östlich von Nablus durch israelisches Feuer getötet worden seien und ihre Leichname zurückgehalten würden.
Das Ministerium erklärte, der Angriff sei Teil der andauernden „Nakba“ gegen das palästinensische Volk und behauptete, israelische Behörden und Siedler handelten koordiniert im Rahmen einer Politik der Annexion und ethnischen Säuberung.
Weiter hieß es, die Straflosigkeit der Siedlerangriffe beruhe auf dem Schutz durch israelische Behörden und deren offizieller Rhetorik. Die internationale Gemeinschaft wurde aufgefordert, konkrete Maßnahmen gegen die Siedlergewalt zu ergreifen, internationalen Schutz für das palästinensische Volk zu gewährleisten, Sanktionen gegen die Siedlungspolitik zu verhängen und die Verantwortlichen nach internationalem Recht zur Rechenschaft zu ziehen.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell