Plenkovic: Das Bekenntnis zu den grundlegenden europäischen Werten ist für alle Kandidaten wichtig
Zagreb, 7. September (Hibya) – Der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenkovic äußerte sich beim 52. Cernobbio-Forum in Italien zur Zukunft des Mittelmeerraums, zur Erweiterung der Europäischen Union (EU), zur Verteidigung und zu den Verhandlungen über den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen.
Der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenkovic erklärte, bei seinen Gesprächen mit dem albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama und Paolo Gentiloni, dem Vorsitzenden des Globalen Beirats der Europäischen Investitionsbank (EIB), seien die Herausforderungen für den Mittelmeerraum erörtert worden. Im Mittelpunkt hätten dabei Migration, die Konflikte im Nahen Osten, die Erweiterung der EU und demografische Fragen gestanden.
Mit Blick auf die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten auf die Energiemärkte sagte Plenkovic, dass steigende Öl- und Erdgaspreise sowie eine Blockade der Straße von Hormus das Wirtschaftswachstum beeinträchtigten und Inflationsdruck erzeugten.
Plenkovic erklärte: „Die Energiewende und die Diversifizierung der Versorgung, die Stärkung der Infrastruktur und der Ausbau der Konnektivität bleiben zentrale Herausforderungen.“
Zur EU-Erweiterung erklärte Plenkovic, nach dem zweiten Angriff Russlands auf die Ukraine sei eine Tendenz zur Beschleunigung des Erweiterungsprozesses entstanden. Er betonte jedoch, dass die Beitrittskandidaten dieselben Kriterien erfüllen müssten.
Plenkovic sagte: „Das Bekenntnis zu den grundlegenden europäischen Werten ist für alle Kandidaten wichtig. Die Verherrlichung des Kriegsverbrechers Ratko Mladic ist mit den Werten, die das Fundament der europäischen Integration bilden, absolut unvereinbar.“
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell