US-Finanzminister: Fed-Ermittlung wäre schlecht für die Finanzmärkte
Istanbul, 13. Januar (Hibya) – US-Finanzminister Scott Bessent warnte US-Präsident Donald Trump, dass eine bundesweite Untersuchung gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, „Verwirrung stiftet“ und den Finanzmärkten schaden könnte.
Laut Axios haben sich Bessents Sorgen über die finanziellen Auswirkungen am Montag teilweise bewahrheitet, als aufgrund politischer Eingriffe in die Fed die Anleiherenditen und Goldpreise stiegen, während der Dollar an Wert verlor.
Das Büro der US-Staatsanwältin in Washington, Jeanine Pirro, teilte mit, dass die Untersuchung ohne vorherige Benachrichtigung des Finanzministeriums, hochrangiger Beamter des Weißen Hauses oder des Justizministeriums eingeleitet wurde.
Powell erklärte in einer am Sonntagabend abgegebenen Stellungnahme, er habe kein Fehlverhalten begangen, und behauptete, die Trump-Regierung nutze das Justizministerium als Waffe, weil er Zinssenkungen nicht in dem von Trump gewünschten Umfang oder Tempo unterstützt habe.
Powell sagte: „Die Drohung mit strafrechtlichen Anklagen ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf Grundlage der besten Einschätzung des öffentlichen Interesses festlegt, anstatt den Präferenzen des Präsidenten zu folgen.“
Nach Angaben von Axios-Quellen beruhen Bessents Bedenken hinsichtlich der Untersuchung nicht nur auf den Finanzmärkten. Powells Amtszeit als Vorsitzender endet im Mai, und die Regierung hoffte, dass er früher zurücktreten würde, sobald Trump einen Nachfolger benannt hätte.
Ein Sprecher des US-Finanzministeriums sagte ebenfalls zu Axios: „Es gibt keinerlei Meinungsverschiedenheiten zwischen Minister Bessent und Präsident Trump. Die im Bericht genannten Quellen sprechen nicht im Namen des Ministers.“ Den Quellen zufolge stellte Bessent die Notwendigkeit der Untersuchung gegen Powell nicht infrage und verteidigte den Fed-Vorsitzenden in seinem Gespräch mit Trump nicht.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell