WHO: Sudan steht vor einer der größten humanitären Krisen der Welt
Genf, 15. April (Hibya) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab eine Erklärung zur humanitären Lage im Sudan ab.
Die Weltgesundheitsorganisation erklärte, dass der seit drei Jahren andauernde Konflikt im Sudan das Gesundheitssystem an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat und Millionen Menschen dringend Hilfe benötigen.
In der Erklärung hieß es, dass der seit drei Jahren andauernde Krieg grundlegende Gesundheitsdienste beeinträchtigt, Millionen Menschen vertrieben und das Gesundheitssystem schwer beschädigt hat.
Es wurde festgestellt, dass der Sudan unter dem Einfluss von Krankheiten, Hunger und Zwangsvertreibung vor einer der größten humanitären Krisen der Welt steht.
Laut WHO-Daten benötigen etwa 21 Millionen Menschen im Land dringend medizinische Versorgung.
Zudem wurde berichtet, dass etwa 4 Millionen Menschen unter akuter Unterernährung leiden und sich Krankheiten wie Malaria, Denguefieber und Masern ausbreiten.
Bezüglich der Gesundheitsinfrastruktur wurde angegeben, dass etwa 40 Prozent der Gesundheitseinrichtungen nicht funktionsfähig sind.
In der Erklärung wurde auch darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen der WHO vor Ort zur Eindämmung von zwei Choleraausbrüchen beigetragen haben und 4,1 Millionen Patienten über Krankenhäuser und mobile Teams behandelt wurden.
Darüber hinaus wurden 46 Millionen Kinder und Erwachsene gegen Cholera, Polio, Diphtherie, Masern und Röteln geimpft, 118.000 schwer mangelernährte Kinder behandelt und mehr als 3.300 Tonnen medizinischer Hilfsgüter in die Region geliefert.
Die WHO betonte, dass die Menschen im Sudan dringend Frieden und sicheren Zugang zu Gesundheitsdiensten benötigen.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell