Frieden: Europa diskutiert, verhandelt und findet Kompromisse
Luxemburg, 8. Februar (Hibya) – Luxemburgs Premierminister Luc Frieden erklärte in einer Rede an der Harvard Kennedy School, dass es in den transatlantischen Beziehungen zu einem strukturellen Bruch komme, und betonte die Bedeutung des auf Multilateralismus basierenden europäischen Ansatzes.
Premierminister Frieden nahm in seiner Rede an der Harvard Kennedy School Stellung zum politischen Ansatz Europas und zu den Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen.
Frieden betonte, dass Europa keinen Anspruch auf Perfektion erhebe, und sagte: „Europa diskutiert, verhandelt und findet Kompromisse. Dieser Prozess mag mitunter langsam erscheinen, doch dahinter steht eine kollektive politische Kultur, die einfachen Lösungen gegenüber zurückhaltend ist und deren Folgen berücksichtigt.“
Mit Blick auf den Wandel in den transatlantischen Beziehungen erklärte Frieden, dass diese derzeit mit einem strukturellen Bruch konfrontiert seien.
Er betonte, dass er diese Situation nicht als das Ende Europas betrachte, sondern als eine Chance für Europa.
Frieden stellte fest, dass die Welt in eine neue Phase eintrete, in der bestehende Regeln infrage gestellt würden, und hob hervor, dass Europa ein Modell anbieten könne, das auf multilateraler Zusammenarbeit, Rechtsstaatlichkeit, Institutionen und Rechenschaftspflicht beruht.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell