Katar nahm an Genfer Konsultationen zu internationalem humanitärem Recht und Abrüstung teil
Genf, 8. Februar (Hibya) – Die Ständige Vertretung Katars in Genf hob bei einem im Rahmen der Globalen Initiative zur Stärkung des politischen Engagements für das internationale humanitäre Recht organisierten Konsultationstreffen die Rolle der Abrüstung für Frieden und den Schutz von Zivilisten hervor.
Die Ständige Vertretung Katars beim Büro der Vereinten Nationen in Genf, die dem Außenministerium untersteht, nahm an der dritten Konsultationssitzung der Dritten Arbeitsgruppe teil, die im Rahmen der Globalen Initiative zur Stärkung des politischen Engagements für das internationale humanitäre Recht durchgeführt wurde.
Das Treffen unter dem Motto „Internationales humanitäres Recht und Frieden“ wurde gemeinsam vom Staat Katar, dem Königreich Saudi-Arabien, der Volksrepublik Bangladesch, der Republik Kolumbien, der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien sowie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz geleitet.
Abdulaziz Al Mansoori, Zweiter Sekretär der Ständigen Vertretung Katars in Genf, erklärte, dass zunehmende regionale und internationale Spannungen sowie das sich rasch wandelnde globale Sicherheitsumfeld die Abrüstungsfrage an einen kritischen Wendepunkt gebracht hätten. Er betonte die Notwendigkeit, die gemeinsamen Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft zu verstärken, um den internationalen Frieden und die Sicherheit zu wahren, Zivilisten zu schützen und die Achtung des internationalen humanitären Rechts zu stärken.
Al Mansoori stellte fest, dass Abrüstung nicht nur eine Sicherheitsfrage sei, sondern auch ein grundlegendes humanitäres Instrument, das zum Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur beitrage und eine wichtige Rolle bei der Minderung der Auswirkungen bewaffneter Konflikte sowie beim Aufbau eines nachhaltigen Friedens spiele.
Er fügte hinzu, dass die Achtung der Regeln des internationalen humanitären Rechts nicht von einem echten Bekenntnis zu Abrüstungsstandards zu trennen sei und dass Abrüstung ein präventives Instrument zur Verringerung menschlichen Leids und zum Schutz von Zivilisten darstelle.
Al Mansoori erklärte, dass Abrüstung ein vielschichtiger Prozess mit politischen, sicherheitspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen sei, der ein förderliches Umfeld für die Umsetzung von Friedensprozessen schaffe, gesellschaftliche Versöhnung unterstütze und den Weg für nachhaltige Entwicklung ebne.
Er betonte zudem, dass Katar der Abrüstung in seinen Vermittlungsbemühungen besondere Bedeutung beimesse, und erinnerte an den Doha-Friedensrahmen, der im November 2025 zwischen der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und der Kongo-Fluss-Allianz (M23-Bewegung) unterzeichnet wurde.
Al Mansoori wies darauf hin, dass das Abkommen klare Bestimmungen zur Abrüstung, zur Entwaffnung und Demobilisierung bewaffneter Gruppen sowie zu deren Reintegration in die Gesellschaft enthalte.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell