Gold überschritt die Marke von 4.600 Dollar und erreichte ein Rekordniveau
Istanbul, 12. Januar (Hibya) – Die Goldpreise sprangen am Montag an den asiatischen Märkten auf ein Rekordniveau, da die Eskalation der Unruhen im Iran, der zunehmende politische Druck auf die US-Notenbank (Fed) und schwache US-Arbeitsmarktdaten die Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen erhöhten.
Der Spotpreis für Gold stieg um 2 % und erreichte mit 4.601,17 Dollar je Unze ein Rekordhoch. Auch die US-Gold-Futures legten um 2,5 % auf 4.612,04 Dollar je Unze zu.
Gold verzeichnete in der vergangenen Woche einen Anstieg von mehr als 4 %. Hauptgrund für diesen Zuwachs war die gestiegene Nachfrage nach sicheren Häfen nach dem Ausbruch der Spannungen zwischen den USA und Venezuela.
Auch andere Edel- und Industriemetalle erzielten deutliche Gewinne. Silber kletterte auf ein Rekordniveau, während Platin und Kupfer nahe ihren jeweiligen Höchstständen gehandelt wurden.
Die Nachfrage nach sicheren Häfen wurde durch die sich vertiefenden Unruhen im Iran angeheizt. Berichten zufolge kamen bei mit regierungsfeindlichen Protesten verbundenen Ausschreitungen mehr als 500 Menschen ums Leben.
Teheran verschärfte die Spannungen, indem es warnte, US-Militärstützpunkte ins Visier nehmen zu können, falls US-Präsident Donald Trump zugunsten der Demonstranten interveniere, was die Furcht vor einem umfassenderen regionalen Konflikt verstärkte.
Trump sagte am Sonntag gegenüber Journalisten: „Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst. Auch das Militär prüft sie, und wir erwägen sehr starke Optionen.“
Die politische Unsicherheit in Washington stützte die Goldpreise zusätzlich, nachdem das US-Justizministerium der Fed mit einer möglichen Strafverfolgung gedroht hatte.
Fed-Chef Jerome Powell erklärte, er habe im Zusammenhang mit seiner Aussage vor dem Senat eine Vorladung einer Grand Jury erhalten. Dieser Schritt verunsicherte die Märkte und belebte die Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed.
Die Entwicklungen setzten den US-Dollar unter Druck, machten Gold für Anleger mit anderen Währungen günstiger und verliehen dem Preisanstieg zusätzlichen Schwung.
Auch Wirtschaftsdaten spielten eine wichtige Rolle beim Anstieg der Goldpreise. Am Freitag zeigten Daten der US-Regierung, dass die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im Dezember um 50.000 zunahm und damit unter den Erwartungen von 66.000 lag, während die Arbeitslosenquote auf 4,4 % sank und damit unter der Prognose von 4,5 % lag.
Die schwachen Beschäftigungsdaten verstärkten die Anzeichen einer Abkühlung des Arbeitsmarktes und erhöhten die Erwartungen, dass die Fed ihre Geldpolitik im Jahr 2026 weiter lockern könnte.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell