Selenskyj: 27 Tote bei Drohnenangriff nahe Kyjiw
Kyjiw, 29. August (Hibya) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu den laufenden Maßnahmen nach einem russischen Drohnenangriff auf das Dorf Myla nahe Kyjiw.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu den laufenden Maßnahmen nach einem russischen Drohnenangriff auf das Dorf Myla nahe Kyjiw.
Selenskyj teilte mit, dass bei dem Angriff bislang 27 Menschen ums Leben gekommen seien, Dutzende verletzt und mehr als 370 Menschen evakuiert worden seien.
Selenskyj erklärte in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass seit gestern Abend im Dorf Myla daran gearbeitet werde, die Folgen des Angriffs zu bewältigen. Um den Menschen zu helfen, seien vor Ort Koordinierungszentren eingerichtet und alle notwendigen Dienste mobilisiert worden.
Selenskyj sagte, dass Teams des Staatlichen Notfalldienstes in der Region im Einsatz seien und mehr als 300 Kräfte arbeiteten. Bei dem Angriff sei ein Lagerhaus getroffen worden, woraufhin es zu einer Explosion gekommen sei.
Selenskyj erklärte, dass die umliegende Infrastruktur schwer beschädigt worden sei. Neben Wohngebäuden sei auch ein Pflegeheim für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen beschädigt worden.
Zur Bilanz des Angriffs sagte Selenskyj: „Derzeit wird von 27 Todesopfern berichtet.“
Selenskyj erklärte, dass auch Taras Didych, der Leiter der Gemeinde Dmytrivka, zu den Todesopfern gehöre. Didych sei beim Versuch, Menschen zu retten, ums Leben gekommen.
Selenskyj sagte: „Ich spreche den Familien und Angehörigen der Opfer mein Beileid aus.“
Selenskyj erklärte, dass Dutzende Menschen verletzt worden seien und bislang mehr als 370 Menschen evakuiert worden seien. Die Evakuierungsmaßnahmen würden fortgesetzt.
Selenskyj sagte, dass er nach dem Angriff Berichte von Premierminister Sergii Koretskyi und Innenminister Ivan Vyhivskyi erhalten habe.
Selenskyj betonte, dass die Verantwortlichen für den Vorfall zur Rechenschaft gezogen werden müssten, und sagte: „Diejenigen, die dies zugelassen haben, müssen für ihre Entscheidungen zur Verantwortung gezogen werden.“
Selenskyj erklärte, dass Ermittler der Nationalpolizei und des Sicherheitsdienstes der Ukraine Vorermittlungen durchführten und Strafverfahren wegen des Verdachts auf Amtsvernachlässigung eingeleitet worden seien.
Selenskyj verwies auch auf die Vorschriften zur Lagerung von Munition und sagte: „Es gibt Regeln – Munition darf nicht in der Nähe von Häusern oder anderen Wohngebieten gelagert werden.“
Selenskyj sagte, dass aus den Ereignissen die notwendigen Konsequenzen gezogen würden: „Natürlich werden die entsprechenden Schlussfolgerungen gezogen.“
Selenskyj erklärte, dass in der Nacht auch verschiedene Regionen der Ukraine angegriffen worden seien.
Selenskyj sagte, dass die Regionen Odesa, Dnipro, Kyjiw, Saporischschja, Sumy, Cherson, Charkiw, Mykolajiw, Donezk und Tschernihiw von den Angriffen betroffen gewesen seien und in der Nacht mehr als 260 Angriffsdrohnen eingesetzt worden seien.
Selenskyj fügte hinzu, dass auch Banderol-Drohnen eingesetzt worden seien und Kyjiw nahezu ununterbrochen von Drohnen mit Strahltriebwerken angegriffen worden sei.
Selenskyj betonte, dass die Ukraine bei der Entwicklung von Verteidigungslösungen gegen solche Angriffe nicht allein gelassen werden dürfe, und dankte allen, die der Ukraine mit zusätzlichen Unterstützungspaketen und Sanktionsmaßnahmen gegen Russland helfen.
Selenskyj wies darauf hin, dass die Verteidigungsfähigkeit seines Landes gegen Luftangriffe gestärkt werden müsse, und unterstrich die Bedeutung internationaler Unterstützung.
Deutsche Nachrichtenagentur Wp Aktuell